Wandel der UUX-Praxis

Die Projekte der Initiative „einfach intuitiv – Usability für den Mittelstand“ im Rahmen des Förderschwerpunktes Mittelstand-Digital des Ministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) haben die Workshop-Reihe „Usability für die betriebliche Praxis“ im Rahmen der Mensch und Computer Konferenz über die Jahre 2013, 2014, 2015 und 2016 fortgesetzt (Döbelt et al., 2013; Stevens et al., 2014; Brandenburg et al., 2015; Burmester et al., 2016). Ziel war es, Herausforderungen mittelständischer Software-Hersteller und -Anwender zu diskutieren und praxistaugliche Lösungen zu entwickeln. Beim Workshop „UUX-Praxis in den Kontexten von Morgen“ der MuC 2016 wurden Entwicklungen wie „Big Data“, „Internet der Dinge“ oder „Cyber-physical Systems“ und deren Konsequenzen für Usability und User Experience (UUX) diskutiert (Burmester et al., 2016). Unter dem Stichwort „Digitalisierung“ sind die Anforderungen an die UUX-Praxis weiter gestiegen.

Schwerpunkte des Workshops

Seit Ende 2017 ist das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Usability des BMWi (www.kompetenzzentrum-usability.digital) angetreten, um sich dem Wandel der UUX-Praxis mit vier Schwerpunktthemen zu stellen:

  1. UUX – innovativ: UUX-Maßnahmen als Innovationsmaßnahmen verstehen, die am Anfang von Konzeption und Entwicklung für Systeme in Freizeit- und Arbeitskontexten stehen. Die innovative Kraft liegt in der Kopplung von Human-Centered Design mit neuen Ansätzen der Gestaltung für positive Nutzererlebnisse und Innovationsprozessen wie Design Thinking.
  2. UUX – research: Gute UUX fängt mit dem Verstehen des Nutzers und seines Nutzungs-kontextes an. Neben akademischen Methoden (z.B. Eye-Tracking) haben sich in der Praxis häufig auch leichtgewichtige Varianten und eigene Methoden etabliert. Fragen nach den Gründen dieser „Quick&Dirty-Methoden“ und deren Güte stellen sich genauso wie nach der Digitalisierung von User Research (z.B. Web Mining) und den ethischen Grenzen.
  3. UUX – agil: Kunden und Märkte stellen heutzutage hohe Anforderungen, die sich dynamisch schnell verändern können. Durch agile Entwicklung setzen viele Unternehmen darauf, Funktionalitäten flexibel und iterativ zu implementieren. Aus Theorie und Praxis werden Ideen zusammengeführt, wie Agilität und UX-Design erfolgreich verknüpft werden können.
  4. UUX – vernetzt: Unternehmen sind in ein vielfältiges Netz aus Beziehungen und Partnerschaften eingebunden. Jede Vernetzungsform besitzt unterschiedliche Kriterien. Um Unternehmen optimal in ihren Geschäftsbeziehungen und -prozessen zu unterstützen, werden für jede Art der Vernetzung die passende Kollaborationsformen anhand ihrer UUX erarbeitet.

Aufruf zum Mitmachen

Die vier Schwerpunktthemen wollen wir während des Workshops diskutieren und anhand dieser Ergebnisse erarbeiten. Um die Diskussion anzuregen, wird es 2-3 Impulsvorträge geben. Wir möchten dazu aufrufen, Beiträge hierzu einzureichen.
Die Einreichungen sollten eindeutig einem der vier Schwerpunktthemen zugeordnet sein. Beiträge können aus zwei Perspektiven eingereicht werden:

  1. Perspektive der Praxis
    Ihren Beitrag können Sie aus der Perspektive der Praxis verfassen und so beispielsweise Herausforderungen oder Lösungsansätze für den Wandel der UUX-Praxis vorstellen.
  2. Perspektive der Wissenschaft auf die UUX-Praxis
    Beiträge zum Wandel der UUX-Praxis aus wissenschaftlicher Perspektive sind ebenfalls sehr interessant, da sich durch ein tieferes Verständnis für UUX-Praxis direkte Verbesserungen für Unternehmen ableiten lassen.

Eckpunkte für die Einreichungen:

Termine:

  • Erstfassung: 6. Juni 2018
  • Benachrichtigung: 27. Juni 2018
  • Finale Fassung: 11. Juli 2018

Es müssen die Formatvorlagen der Mensch und Computer verwendet werden:
http://muc2018.mensch-und-computer.de/cfp/autorenrichtlinien-und-formatvorlage/

Eine erste Fassung des Beitrags (mindestens zwei Seiten) kann über das Konferenzsystem bis zum 6. Juni 2018 eingereicht werden:
https://www.conftool.com/muc2018


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